Digitale Spuren im Verkehrsrecht: Fahrzeugdaten, Pedelecs und Wearables in der Praxis
Neu im Programm!
Online | Dienstag, 16. März 2027 • 14:00 - 16:45 Uhr (2,5 Vortragsstunden)
Veranstaltungs-Nr. 62301-27
Das Online-Seminar richtet sich an alle im Verkehrsrecht tätigen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, insbesondere an Fachanwälte und Fachanwältinnen für Verkehrsrecht.
Die moderne Unfallaufnahme stützt sich längst nicht mehr nur auf klassische Spurenbilder. Digitale Daten aus verschiedensten Quellen werden zunehmend als objektive Zeugen herangezogen. In diesem Seminar wird ein umfassender Überblick über die Sicherung und Verwertung dieser Spuren gegeben, von Pkw bis zu E-Bikes, E-Scootern und Wearables.
Die technischen Grundlagen der Fahrzeugdaten-Analyse (wie EDR und Fehlerspeicher) werden beleuchtet. Zudem wird ein Einblick darin vermittelt, wie die Daten beschafft werden können und welche Möglichkeiten, aber auch Grenzen bestehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Mikromobilität: Es wird dargestellt, welche Daten Bosch-Pedelecs speichern und wie Smartwatches (z. B. Apple Watch) zur Klärung von Bewegungsabläufen beitragen können.
Juristisch werden diese technischen Möglichkeiten mit dem Verkehrsstrafrecht und der zivilrechtlichen Unfallabwicklung verknüpft. Ziel ist es, den Teilnehmenden Strategien zur Beweissicherung und zur Erschütterung von Anscheinsbeweisen an die Hand zu geben.
Technische Schwerpunkte
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Allgemeine Fahrzeugdaten (Pkw): Grundlagen von EDR-Daten (Event Data Recorder) und deren Relevanz bei Kollisionen, Auswertung von Fehlerspeichern (Freeze-Frame-Daten) zur Bestimmung des Fahrzeugzustands zum Unfallzeitpunkt, EG-Kontrollgerät: Datensicherung und Analyse von Lenk- und Ruhezeiten sowie Geschwindigkeitsprofilen bei schweren Nutzfahrzeugen
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Mikromobilität & Wearables: Pedelec-Systemdaten: Auslesen von Systemdaten direkt aus dem Motor oder über Diagnose-Tools (z. B. Bosch Diagnostic Kit); Auswertung von Fahrdaten: Beschaffungsmöglichkeiten und Methoden zur Auswertung und Validieren der Fahrdaten (Geschwindigkeitsprofile, Wegpunkte etc.); Tuning-Erkennung: Softwareseitige Identifikation von Manipulationen (z. B. Fehlercode 504 bei Bosch); GPS-Validität: Verständnis von Abtastraten und Genauigkeitsgrenzen bei Wearables und Radcomputern
Juristische Schwerpunkte
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Beweisverwertung im Zivilrecht: Nutzung digitaler Daten zur Haftungsverteilung und zur Widerlegung von Zeugenaussagen im Unfallprozess.
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Strafrechtliche Relevanz: Nachweis von Geschwindigkeitsverstößen oder illegalem Tuning als Grundlage für Delikte nach dem StVG oder PflVG.
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Beweisbeschaffung: Rechtliche Hürden beim Zugriff auf Fahrzeugdaten und Cloud-Profile (z.B. Apple Health oder Bosch-Portal)
Wer referiert?
Wo findet das Seminar statt?
Was kostet die Teilnahme?
- 98 € RAe/-innen bis 3 Jahre nach Zulassung/Assessoren/-innen bis 3 Jahre nach 2. Examen/Referendare/-innen
- 148 € Mitglied DAV
- 164 € Nichtmitglied
zzgl. gesetzl. USt.
Arbeitsunterlagen als Download • WertGarantie


